Walburga Sibbus
die erste Auswanderin

 
     
     

 

  Wer war Walburga Sibbus?  
     
  Walburga Sibbus, wurde am  16. Juni 1809 in Jechtingen, Freiburg, Baden, als Tochter des Johann Sibbus und der Juliana Gass geboren.

Juliane Gass,  ihre Mutter, war in erster Ehe mit Anton Wahl verheiratet. Aus dieser Ehe entstammen ihre beiden Stiefschwestern, Magdalena  und Maria Anna Wahl. Ihre weiteren Geschwister waren: Johannes, Apollonia, Juliana, Genovefa und Samuel Sibbus. Apollonia heiratete 1832 Sebastian Dutzin mit dem sie 1853 nach Algerien auswanderte, nachdem ein Verusch die Auswanderungserlaubnis nach Amerika zu erhalten 1852 offensichtlich fehlgeschlagen war..

Walburga entschloß sich  1832 zur Auswanderung nach AmeriKa (Staatsarchiv Freiburg .Bestand B 6942 Nr. 1364). Ihre Vater erteilte letzlich die Zustimmmung, weil sie die Ausreise gemeinsam mit ihren beiden älteren  Stiefschwestern Magdalena Wahl, verheiratet mit Joannes Hanauer und Maria Anna Wahl, verheiratet mit Andreas Burkart antreten wollte.

.Ebenfalls im Jahr 1932 emigrierte Urban Steigert aus, dem nicht weit entfernten Merdingen nach Nord Amerika ((Staatsarchiv Freiburg Bestand B 694/1 Nr. 1714). Beide heirateten 1833 in St Charles, Missouri und hatten drei gemeinsame Kinder, Geneovefa, Charles u. Mary die 1833, 1836 und 1838 in St. Louis , St. Louis King of France getauft wurden. Die Taufpaten der ersten beiden Kinder waren Johann Hanauer und Magdalena Wahl.

Joannes Hanauer  und Magdalena Wahl, die 1832 gemeinsam mit ihren Kindern, Cornelius, Nicodemus und Fridolin ausreisten, ließen 1837, ebenfalls in St. Louis , St. Louis King of France, ihre Tochter Elisabeth taufen.

 
     

 

 

   

Großherzogliches
wohllöbliches Bezirksamt

   

 

    Gehorsamstes Ansuchen vom
Ortsvorstand der Gemeinde Jechtingen
für die ledige Walburga
Sibus, wegen Auswanderung nach
Amerika betr.
   

 

  Nach dem sich die ledige Walburga
Sibus , alt 23 Jahr, Tochter des JechtingerBürgers Johann
Sibus und der Juliana,gebohrne Gaß, fest
entschlossen hat, wann sie die Auswanderungserlaub-
niß erhalten, werde nach Nord Amerika
auszuwandern.
     
  Weil von seiten ihrer Eltern und vom Ortsvor-
stand kein Hindenris im Wege steht u. von
ihren Eltern das nötige Reisgeld 200 Fl
ihr versprochen wird, .. wohllöbliches
Bezirksamt gehorsamst ersuch für sie
das weider zu besorgen
     

 

  Jechtingen, d. 29. Jun 1832  
 

Bürgermeister Vögtle