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Vorbemerkung
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Wie
beschreibt man sich, wie vermittelt man einen persönlichen
Eindruck von sich selbst, was gibt es an Wichtigem über sich
zu sagen und was ist eher unwichtig und zu vernachlässigen????
Zahlen,
Daten, Fakten, Meriten(?), ....Schlüsselerlebnisse,
Begegnungen, Erfahrungen, ....Einstellungen, Werte,
Überzeugung, wem sagen sie etwas *s*. Wer
kann ermessen, was dahinter steckt und was sie wirklich bedeuten.
Und
doch es liegt auch ein Reiz darin, diesen Versuch zu wagen,
der sicherlich irgendwo zu einem Spagat wird.
Die
Vitae, ... eine nüchterne buchhalterische
Bilanzierung, eine Inventarisierung von Aktiva und Passiva
oder doch lieber ein kurzweiliger Streifzug, eine Zeitreise
im lockeren Stil ......
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Wie
alles begann 1954 - 1973
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Geboren
wurde ich in Karlsruhe am 23. Januar 1954, gemeinsam mit meinen
Zwillingsbruder Peter.
Die
Geburt von uns beiden stand unter keinem glücklichen
Stern, denn bereits wenige Wochen später am 7, Mai
1954 verstarb unsere Mutter, Maria Magdalena und wurde -
welch Ironie des Schicksals - am Muttertag zu Grabe
getragen.

Noch
heute
erinnere ich mich bewegt der Inschrift auf ihrem
Grabstein:
"Warum
so früh? Gottes Wille!"
Und es schmerzt mich noch immer, wenn ich
in Durmersheim, auf den alten Friedhof an jener verwaisten Stelle
stehe, an der er so lange Jahre gestanden hat und an der ich
so oft innegehalten habe.
Just
to remember
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Nichts
ahnend von diesen einschneidenden, tragischen Ereignissen,
wuchsen wir, in Durmersheim, als zwei kleine lebhafte Rabauken
auf, umsorgt und behütet in Kreise unserer Familie. |
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Peter
Klaus |
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Zwei unverwüstliche Rabauken
und lebhafte Lausbuben
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Nicht
nur eine rein äusserliche Ähnlichkeit - *s*
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Was blieb haften von
dieser Zeit???
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Die
Erinnerungen an den Vater, die (Stief-) Mutter, die 11 Jahre
ältere Schwester Tilli, den 8 Jahre älteren Bruder
Karlheinz, an das Zuhause in Durmersheim,
in der Speyererstraße.
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Peter - Vater - Klaus - Die erste Eisenbahn -
Weinnachten 1957
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Mutter
- Karlheinz - Klaus u. Peter - Ausfahrt |
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Tilli
- Karlheinz - Klaus Weihnachten 57
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Ja, sicher,
..!! Es war ein warmes, ein einfaches, ein bescheidenes, ein sehr
typisches Zuhause für die 50ziger und
60ziger Jahre mit allem was so dazu gehörte.
Da war die
Großmutter, die im Stockwerk unter uns wohnte, .. eine alte
hutzelige Frau, in deren guten Stube noch das Bild des Kaisers hing. Da
war der Stall, ... mit Lotte, dem Pferd, an dem wir uns immer so
sorgsam ängstlich vorbei drängten, um zum Hasenstall
zu kommen. Da war der große Garten mit den alten
Obstbäumen, dem Hühnergehege, dem alten
Holzschopf, in dem man so herrlich spielen konnte.
Da war die
große Scheune, mit dem großen schwarzen Tor, ...mit
dem Leiterwagen und dem landwirtschaftlichen Gerät, den
Erntestricken und den ausgestopften Hasenfellen, ... mit den beiden
Heuböden .. auf denen es sich so ausgelassen toben
ließ. .... Da war der der düstere,
unbeleuchtete, Furcht einflößende Keller,
... mit den Vorratschränken, den Regalen voller
Einmachgläsern, den Wurstbüchsen, den
Räucherwaren, den Mostfässern, den Bergen von
Kartoffeln. Briketts und Kohle, ..... Da war das
"Schöpfle", das von Waldi dem Kettenhund bewacht wurde ,
.... der Schweinestall, die Waschküche, .... in der
es bei jedem Schlachtfest das herrliche Kesselfleisch gab. .......Da
war der Dachboden, verstaubt und voller Gerümpel, ... auf dem
es sich herrlich herumstöbern ließ und der so
manchen Schatz beherbergte.
Ja, sie sind
noch sehr lebendig, die Erinnerungen, an jene Tage, in denen man die
Lotte einspannte, ... hinaus fuhr auf die Wiesen am Oberwald, um Heu zu
machen, .... auf die Hardt, .. um die Kartoffeln zu ernten, das
Getreide einzufahren und mit Vollbeladenem Leiterwagen zur
Dreschmaschine zu karren. .. Wer möchte da nicht noch einmal
ganz oben auf sitzen auf dem Weicheselbaum der diese schwankende Fuhre
zusammen hielt und sich so mächtig und so groß dabei
fühlen.
Tage an
denen man aufs Äckerle hinter der Möbel fuhr, um
Erdbeeren, Kirschen, Johanniniesbeeren, Stachelbeeren, Mirabellen,
Zwetschgen zu pflücken, ... Salat, Tomaten und Gurken zu
ernten . .. Um Äpfel auf der Streuobstwiese
aufzulesen und dann in der der Dorftrotte zu vermosten. Tage an denen
man am Morgen den Brotteig zum Bäcker und des Abends, die
Milch zur Milchzentrale brachte, .... an denen man
das Getreide mit dem Handkarren zur Mühle zog und
auf dem Rückweg das Mehl mit nach Hause brachte.
Es war eine andere
Zeit, die Uhren gingen anders, gemächlicher, nicht
gar so hektisch, wie es heute oft anmutet. In den Kinderzimmern, gab es
keine Fernseher, Stereoanlagen; Walk- oder Diskman waren noch nicht
erfunden, Handys noch völlig undenkbar.
Anstelle von
Fernsehen, Videos und DVD`s gabe es allenfalls Bücher, aber
auch sie hatten ihren Reiz und wer mag, kann mir noch schnell einmal
folgen, .. um wenigsten eine dieser Geschichten aus
der "guten alten Zeit" nochmal aus der Erinnerung
wachzurufen.
Wilhelm
Busch
Es war eine
schöne Zeit, ... in der Erinnerung daran, so unbeschwert und
unbekümmert, geprägt von zahlreichen
Eindrücken, begleitet von vielen, liebenswerten Menschen, den
Großeltern, dem Opa Wilhelm in der Morgenstraße ,
dem Opa Kosmas, in der Goethestraße, den zahlreichen Tanten
und Onkels, mit denen man so fröhlich und stimmungsvoll feiern
konnte, den Cousin und Cousinen, dem Krämer Sepp und den
Kriegskameraden ......
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Cousin und Cousinen -
1969
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Vater 1969
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.. und ja meinen
Freunden, dem Bublinski Wolfgang, ... dem Schorpp Kurt, dem
Käsinger Peter, dem Kromer Kurt, ... dem Bertsch Helmut, ...
und vielen anderen.
Gerne denke ich daran
zurück, ... insbesondere an diese meine Freunde, ..mit denen
wir gemeinsam den Kindergarten besuchten, ... die ersten Brocken
Latein, bei unserem Herrn Pfarrer Schrempp lernten, ... mit
denen wir gemeinsam die Schulbank drückten, ...
unsere Zeit als Ministranten verbrachten, .. mit denen wir uns in
unserer katholischen Jugendgruppe "Bonifatius" zusammen fanden und so
manche Freizeit und manches Sommer-Zeltlager im Schwarzwald
verbrachten.
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Jugendgruppe Bonifatius 1966
in Freiholsheim
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Frank Martin - unser Chef
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Und sie, sie
haben es sicherlich auch nicht vergessen, auch wenn wir uns in den
letzten Jahren etwas aus den Augen verloren haben, ..unsere
Streifzüge in der Nacht zum 1. Mai, wenn es galt
Fensterläden und Gartentore auszuhängen, ... unsere
"Vatertagstouren" in den Hardtwald, bei
denen wir oft im Übermaß den vorjährigen
Most verkosteten *s*, ...später auch unsere Parties,
.. beim Käsinger Peter, wo wir uns einen eigenen
Partykeller eingerichteten hatten und wo so mancher die ersten zarten
Bande der Liebe geknüpft hat, .. während die anderen,
doch lieber wacker zechten.
Eines allerdings ist
sicher, wir waren nicht nur "brave" Ministranten,
sondern eben auch : die "Stromer", wie es so bezeichnend in einem
unserer heimatlichen Stimmungsliedern hieß und wohl noch
immer heißt.
Texte
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Durmersheim,
... immer noch schlägt mein Herz etwas schneller, wenn ich
daran denke, immer noch spüre ich einen leichten Schmerz, ...
wenn ich mich daran zurück erinnere. An seine Sommer im
Schwimmbad, an seine Winter beim Ski und Schlitten fahren in der
Sandgrube, ... an unseren alten Bolzplatz, in der Unteren
Bahnhofstraße. An die Zeit um Ostern, .. wenn wir
in aller Herrgottsfrühe, mit unseren Rätschen auf
unseren Fahrrädern durch den Ort düsten und den
"Englischen Gruß" verkündeten, ... wenn wir dann als
Ministranten mit dem geschmückten Leiterwagen durch den Ort
zogen und man uns so reichlich mit Sach- und Geldspenden für
unseren Dienst in der Pfarrkirche St. Dionysius bedachte |
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Klaus und Peter beim Ski fahren im
Schwarzwald
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Ja, er war -
für uns - noch nicht so richtig spürbar,
der Ernst des Lebens, noch überwog die Leichtigkeit, ... noch
die Freude daran alles zu entdecken, ... noch berührten einem
die äußeren Ereignisse weniger, noch war man viel zu
sehr mit sich selbst beschäftigt, ..geborgen,
unwissend und doch drängte sich schon langsam die
Außenwelt in diese kindliche Idylle und entzauberte sie mehr
und mehr .
Die
Kuba-Krise hielt die Welt in Atem, ....Kennedy wurde ermordet, ich
stand später in Arlington an seinem Grab, ... die Mauer wurde
gebaut, ... ich sah später oft im Zug nach Norden den
Todesstreifen, ... Hamburg, wurde von eine Flutkatastrophe heimgesucht,
ich habe später da einige Jahre gelebt, .... ... all das trug
unmerklich dazu bei, .... das Bild zu verändern, ... die Welt
begehrte Einlass in die Kinderstube, ... forderte Aufmerksamkeit, ..die
Perspektiven verschoben sich, neue Horizonte taten sich auf,
.. das Leben stellte neue Fragen, ... erwartete entsprechende
Antworten.
Aber noch
waren es eher Blitzlichtaufnahmen, .. waren es eher Gewitter, die
aufzogen und dann auch wieder abklangen, .. denn noch war und blieb sie
klein und überschaubar die Welt, ... noch dominierte darin die
"ungeliebte" Schule die immer mehr die Rahmenbedingungen setzte, die
Eckdaten bestimmte unter denen sich das Leben vollzog.
Es begann
1960 in der Friedrichschule, die nur einen Steinwurf weit von
Elternhaus entfernt war ...mit Schultüte,
Schiefertafel und Kreide und es zeigte sich schnell, ... ein
Musterschüler, der sollte ich nie sein. .. Mitarbeit: "noch
befriedigend", ... also wirklich *s* und dazu auch ein Betragen, das
nach einen anfänglichen "gut", sich sehr bald zu einem "noch
befriedigend" destabilisierte *fg*. ..Sicher, der Katzer, der
blieb mir erspart, denn er war damals schon aus der Mode gekommen, ...
aber den Rohrstock, den habe ich noch verspürt, ...
und so manche "Tatze" eingesteckt ....
Heute kann
ich darüber lachen, denn natürlich blieb es nicht so,
... und als ich 1965 in die Realschule wechselte und 1970 auf
das Gymnasium, ... da wusste ich doch wenigsten ab und an zu
überzeugen *s*, denn schließlich schaffte ich es
dann 1973 bis zu meinem Abi.
Gerne denke
ich an meine Mitstreiter und "Leidengenossen" aus dieser
Zeit, insbesondere an meine Realschulklasse, die sich
erfreulicher Weise nach langen, langen Jahren, wieder zusammen gefunden
hat. Hallo Inge, ..Karola, .. Rosa Maria, ..Lucia, ..
Marietta, ... Susanne ... - Hallo ihr
Mädels. ......Hallo Georg, ... Siegfried, Helmut,
... ...Bernd, ...Joachim, ..... Robert, .. Albert - Hallo Jungs ....
einen lieben Gedanken an Euch alle.
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Klasse M5b 1965/66 - Klassenlehrer Schubert -
Aufgang zur Sakristei St. Dionysius
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Es war schön
Euch an meiner Seite zu wissen und ich freue mich immer
darauf Euch wieder zu sehen und mit Euch noch einmal die
Erinnerungen zu beleben, ..an Herrn Martin, Fräulein Wenz,
Herrn Zink, Herrn Becht ... und wie sie noch alle hießen, die
sich damals so redlich mühten und ihre liebe
Mühe damit hatten, uns etwas beizubringen und es
irgendwie denke ich auch geschafft haben. |
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Klasse M5b 1965/66 - Klassenlehrer Schubert -
Aufgang zur Sakristei St. Dionysius
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Nein, ich
möchte sie nicht noch einmal drücken die Schulbank,
aber die Zeit mit euch erleben, mit euch noch einmal jung sein, ja das
würde ich gerne noch einmal.
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"Was würden wir nicht alles anders
machen...??
So
mit dem Wissen von heute....!!!!" *s*
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Und was blieb noch haften aus dieser Zeit??
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Natürlich
die Erinnerungen an meine Zwillingsbruder Peter, auch wenn sich unsere
schulischen Wege, nach der gemeinsamen Realschulzeit trennten und wir
uns spürbar auseinander entwickelten.
...
Aber haften blieb mit Sicherheit der Stolz, den ich neidlos empfand,
der Stolz auf seine herausragenden sportlichen Leistungen, die
er in diesen Jahren, als Mittel- und
Langstreckenläufer erzielte. Der Stolz auf die
unzähligen Rennen die er gewann, die badischen Rekorde, die er
aufstellte, aber auch der Respekt, vor der Zähigkeit und der
Ausdauer mit denen er in seiner Freizeit
trainierte, vor der hohen Motivation, mit der er sich diesen
Herausforderungen stellte und sie mit Bravour meisterte.
Und wenn
auch vieles davon inzwischen in Vergessenheit geraten ist, so sage ich
dennoch von dieser Stelle aus: ...Respekt mein Lieber, das war mehr als
beeindruckend!!!!
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Manches hat sich verloren .....
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..... oder doch nicht
so ganz??? Ja, es ist selten geworden, dass ich ihn noch spreche meinen
heimatlichen Dialekt, jene fränkisch-alemannische Mundart, die
"Dôrmerscher Schbrôôch", .. die bei
meinen Kindern heute allenfalls noch einen Lacherfolg erzielt, die sie
aber bei dem besten Willen nicht mehr verstehen können.
Und
doch es ist schön sich ihrer zu
erinnern, ... als man zu "morgens" noch "môrjeds" sagte, zu
abends "ôweds" und dies alles mit einem schön lang
gezogenen "ô" aussprach, das phonetisch zwischen den Vokalen
a und o liegt .. Als man sich noch Dinschdig middags
(Dienstags nachmittags) um halwer drii (halb drei Uhr) mit
seinen Freunden verabredete und um driviirdl-finfe (viertel vor
fünf Uhr) wieder zu Hause sein musste, als der Werktag noch:
Wäärdig, der Feiertag noch: Fiirdig und der
Feierabend noch: Fiirôwed hieß und man am Abend,
das Liicht dood machte (Licht ausmachte).
Oder man mal wieder rônzewiddig (sehr
zornig) war, weil irgend so ein Hôônebibbl
(Schimpfwort) Fissemadende machte (aus der Reihe tanzte).
Ja, man vergisst es wohl nie ganz dieses: ... unge
(unten) und owwe (oben), niwwer (hinüber) und riwwer
(herüber), dieses nuus (hinaus), nai (hinein), rai
(herein) oder gar dieses: .. verschigg (vorwärts)
und hingerschigg (rückwärts), .. das einem so oft
über die Lippen kam und so selbstverständlich klang.
Und das war es ja auch : ... denn
ehrlich, wer kann den Charme der badischen Mundart vergessen - wenn er
keinen Dolmetscher braucht, um zu verstehen, was jener Dialog meinte,
der besagte:
" Geesch mit ins Niss bängle? Gli, i muss
no`s Grääwl fää"
(Zitiert aus: "Erinnerungen aus Durmersheim", von
Heinrich Bauer, dem ehemaligen, langjährigen
Bürgermeister)
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Durmersheim
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Texte
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Wie sich alles weiter entwickelte 1973 - 1992
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Das Abitur,
auf den Wirtschaftsgymnasium in Rastatt, war eine Zäsur in
meinem Leben, denn von da an verließ ich die bekannten,
Altvertrauten Pfade, die Umgebung, die mir ans Herz gewachsen war,
verließ das Elternhaus ..... steckte den Wind in die Nase und
brach auf zu neuen Ufern. .. Mein Leben erfuhr eine Wendung,
orientierte sich an neuen Aufgaben, an neuen Herausforderungen, erhielt
neue Dimensionen, neue Anreize, ... brachte mich mit anderen Menschen
zusammen, nahm andere Formen und Inhalte an.
Es war der
Weg, den ich gehen wollte ... auch wenn es noch
völlig unklar war wohin er mich führen
würde, .. auch wenn sich noch nicht herauskristallisierte,
oder abzeichnete, ... wohin die Reise gehen würde, da die
Stationen sich eher schemenhaft abzeichneten und
die Zukunft unter einem Schleier verborgen lag, .. der sich nur langsam
lüftete.
Eines
allerdings war klar, ... er würde mich nach Norden
führen, zur Bundesmarine, ... denn seit 1968, dem
Überfall der Warschauer Pakt Staaten auf die damalige
Tschechoslowakei stand fest, ... ich würde Soldat werden, ich
würde meinen persönlichen Beitrag für unser
demokratisches Gemeinwesen leisten. Heute berührt es
mich merkwürdig, wenn ich mich an diesen unverbrauchten
jugendlichen Enthusiasmus erinnere, wenn ich an die
Hartnäckigkeit denke mit der sich diese Vision, als
richtungweisende Entscheidung für meinen Lebensweg in meinem
Kopf festgesetzt und eingegraben hatte und doch habe ich stets seine
Stärke verspürt, auch wenn sie sich in
Nuancen gewandelt haben mag und ich es heute in vielem sehr
viel nüchterner und sachlicher beurteile, ...aber sie steht
nach wie vor, .... und ich stehe nach wie vor zu ihr.
Und doch es
kam nicht so ganz von ungefähr der Drang zur Navy, denn sicher
hat mein älterer Bruder Karlheinz, der sich für 4
Jahre zur Marine gemeldet hatte und als "Heizer" auf den
Zerstörern der Fletcher - Klasse zur See gefahren war,
unbewusst seinen Teil zu dieser Entscheidung mit beigetragen.
Ja, der Weg
führte mich nach Norden, an diesem 2. Juli 1973, genau gesagt
nach Flensburg, und aus Klaus - Charlie - Charles, wurde der Matrose OA
- Klaus S., ... der an diesem Tag, ... zum ersten Mal, seine
Hängematte auf dem Segelschulschiff Gorch Fock aufschlug und
wahrscheinlich eine unruhige Nacht, mit sehr zwiespältigen
Eindrücken verlebte
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Elterlicher
Besuch auf der "Gorch Fock" in Kiel
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Ich weiß es
nicht mehr genau, aber es waren wohl um die 90zig oder 100 junge
Burschen, die sich mit mir in dieses Wagnis teilten, die mit mir ihre
ersten unsicheren Bewegungen auf den Schiffplanken machten, .. junge
Männer voller Tatendrang, voller Erwartungen, voller
Träume, aber auch voller Ungewissheit ... bereit die
Herausforderungen des Lebens, die Herauforderungen des Berufes,
anzunehmen und sich ihnen zu stellen. |
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Sie
war prägend diese Zeit, erlebnisreich, abwechselnd, fordernd.
Manche scheiterten sehr schnell daran, die anderen wuchsen zusammen zu
einer Gemeinschaft in der einer auf den anderen angewiesen war, in der
sich einer dem anderen bis heute verbunden fühlt. |
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....blaue
Ozeane.........
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....
hohe Masten ...............
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Ich denke
gerne zurück an diese ersten gemeinsamen Jahre, .. die Zeit
auf der Gorch Fock, ... die Zeit auf der Marineschule in
Mürwik, ... die Zeit auf dem Schulschiff Deutschland, ... an
die Weltreise, die damals für uns in
Jakarta/Indonesien begann uns nach Tokio, Hawaii, Los
Angeles und durch den Panama - Kanal
führte. .... Und noch heute schaue ich mir gerne die
Erinnerungsstücke an, die ich dabei erwarb und die mich
seither begleiteten, ..... mich immer wieder in Gedanken
zurückführen, wie auch all jene anderen, die ich sehr
viel später, auf weiteren Seereisen, noch hinzugefügt
habe. |
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..........und immer wieder Begegnungen
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Verwandte
in San Francisco
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Freunde
in Tokio
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neue
Bekannte auf Hawaii
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Doch kaum, waren uns Seebeine
gewachsen, kaum, hatte sich das Fernweh so richtig in unsere Herzen
eingegraben, .... da wurden wir 1974 nach Hamburg, oder
München abkommandiert, um uns dem Willen der politischen
Führung entsprechend, akademisch zu qualifizieren.
Pädagogik, Elektrotechnik, Maschinenbau, Luft und
Raumfahrtechnik, Betriebs-und Organisationswissenschaften, sollten zu
bestimmenden Inhalten der nächsten 3-4 Jahre werden.
Der Studienbetrieb lief bereits
seit einem Jahr und doch steckte unverkennbar alles noch in den
Kinderschuhen, als wir uns in Hamburg häuslich einrichteten
und die Uniform erstmal wieder gegen Zivilklamotten vertauschten. So
wurde ich also, inzwischen zum Seekadetten befördert, nun zum
Cand.rer.pol und stürzte mich auf die Wirtschafts- und
Organisationswissenschaften, die mir den Einstieg ja nicht sonderlich
schwer machten, ... da ich ja meinen Abi auf dem Wirtschaftsgymnasium
gemacht hatte.
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Fortsetzung folgt -
irgendwann
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