| Der Großvater - macht Schlagzeilen | ||||
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Kratzt sich am Kopf und
verschwindet ... |
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(Pressebericht von 1935) |
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| Bekanntlich hat
sich die SA in den
nationalsozialistischen Abwehrkampf gegen schwarze Reaktion
und Judentum eingeschaltet. Seit einer Woche fahren die Männer allabendlich
auf Propagandawagen durch unsere Städte und Dörfer, um gleichzeitig mit
dieser Aufklärungsaktion, die 5. Bedingung im Reichswettkampf zu erfüllen. Es gingen uns von solchen Fahrten in den letzten Tagen Nachrichten zu, die man zusammengefaßt, als Streifzug durch Zustände von gestern bezeichnen kann. Ein kleines Beispiel: Der Sturm 1 der Standarte 111 fährt auf geschmückten Lastwagen durch einen Ort in der Nähe Rastatts, voran flattert die Hakenkreuzfahne. Die Fahrt führt vorbei am Bahnhof der Kleinbahn Karlsruhe - Durmersheim und vor dem Bahnhof steht der Herr Stationsvorsteher.. Während die Volksgenossen überall freudig mit erhobenem Arm grüßen, hat sich die Kunde von einer Grußpflicht gegenüber den Symbolen ders nationalsozialistischen Staates anscheinend noch nicht bis hierhin durchgesprochen . Jedenfalls beibt der Herr Stationsvorsteher stehen, sieht sich das ihn augenscheinlich wenig interessierende Schauspiel an und hat die Hände tief in den Hosentaschen vergraben. Der erste, zweite, dritte Wagen rollt vorbei, die Männer sind platt im ersten Augenblick. Dann schallt dem eigentümlichen Zeitgenossen ein kräftiges "Heil Hitler!" aus dutzenden Kehlen in die Ohren. Das Ergebnis? Der gute Mann schaut verdutzt, kratzt sich am Kopf und verschwindet spornstreichs in seiner Burg ..
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Kosmas Sibbus
Und das beliebten die Herrn zu gröhlen (Horst Wessel Lied) (wer es lesen mag) Text (um es nicht zu vergessen) |
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Ja, wenn man so etwas heute liest, so mag man sich auch am Kopf kratzen - und sich fragen, wer denn nun die "eigentümlichen Zeitgenossen" waren!! Alleine lachen darüber mag ich nicht !!! |
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